Baumwollputz

Die exclusive Tapete!

Rauhfaser

Written By: Dirk Mohs - Mai• 01•13

Rauhfasertapete

Rauhfasertapete

Bei der Rauhfaser handelt es sich um eine Tapetenform mit einer rauen, ungleichmäßigen, strukturierten Oberfläche. Ursprünglich wurde Sie im Jahr 1864 von dem Apotheker Hugo Erfurt entwickelt, der diese Papiertapete als Dekoration für sein Schaufenster und später als Basis für die frühen Leimdrucktapeten nutzte. Bereits 1920 wurde die Rauhfaser-Tapete auch für die Innenraumgestaltung genutzt. Vertrieben wurde diese Tapete von der 1827 gegründeten Papierfabrik des Friedrich Erfurt. Die Erfurt & Sohn hat bis heute ihren Stammsitz in Wuppertal und gehört weltweit zum größten Produzenten überstreichbarer Tapeten.

Die Eigenschaften der Rauhfaser Tapete

Heute besteht die Rauhfaser Tapete aus insgesamt 3 Papierschichten. In diese Schichten sind die strukturbildenden Holzfasern eingearbeitet und geben letztlich auch den Körnungsgrad an. So wird die Rauhfaser in feine, mittlere und grobe Strukturen unterschieden. Der große Vorteil dieser Tapete ist, dass die Außenseite mehrfach überstrichen werden kann, ohne dass die Tapete hierbei ersetzt werden muss. Wer eine besonders grobkörnige Tapete wählt, kann diese oftmals überstreichen, da die Körnung danach immer noch sichtbar bleibt. Ebenso können beschädigte Tapetenstücke problemlos mit Rauhfaser gleicher Körnung ersetzt werden. Der nachträgliche Anstrich macht eine solche Reparatur unauffällig. Soll eine Rauhfaser Tapete wieder gelöst werden, so bietet es sich an, dass sie gut durchfeuchtet wird. Bei einer vorherigen Grundierung kann man sie aber auch in großen Bahnen wieder abziehen. Schwieriger ist es, wenn im Küchen- oder Nassbereich eine Rauhfaser mit wasserfester Latexfarbe gestrichen wurde. Dann muss die Oberfläche perforiert werden, damit das Wasser gut durchdringen kann.

Das Aufbringen einer Rauhfaser Tapete

Wie jede andere Tapete auch, wird Rauhfaser auf der Rückseite gleichmäßig mit Tapetenkleister eingestrichen. Nach einer gewissen Einweichzeit kann die Tapete dann an die Wand gebracht werden. Übermäßiges Einweichen sollte jedoch vermieden werden, da die Rauhfaser dann reißen kann. Hilfreich ist in vielen Fällen ein modernes Kleistergerät. Hier wird die Rolle einfach eingelegt und automatisch mit Kleister eingestrichen und auch auf die richtige Länge gekürzt. Der letzte Arbeitsschritt ist schließlich das Streichen in der gewünschten Farbe.

Die besondere Vlies Rauhfaser

Relativ neu ist dagegen die Vlies-Rauhfaser. Sie besteht zwar auch aus mehreren Schichten, in denen Holzfasern eingearbeitet wurden, jedoch unterscheidet sie sich von den herkömmlichen Tapeten durch eine besondere Vlies-Rückseite. Hier wird lediglich die Wand eingekleistert und die Vlies-Rauhfaser dann von der Rolle direkt an die Wand gebracht. Sämtliche Vorarbeiten, wie Einkleistern und Einweichen entfallen hierbei. Bei Renovierungsarbeiten kann die Vlies Rauhfaser auch wieder rückstandslos entfernt werden.

© Manuela Manay – Fotolia.com

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